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SAVE THE DATE!!!

Österreichisches BaumForum 2021

Tragen Sie sich den 23.09.2021 gleich in Ihren Kalender ein, denn das Österreichische BaumForum 2021 nimmt sich an diesem Tag folgender Themen an, die Sie interessieren werden:

  • Die neue ÖNorm B1121 Gehölzschutz bei Baumaßnahmen
  • Baumstandorte neu -teschnische, chemische und physikalische Anforderungen an Substrate
  • Stadtbaumarten der Zukunft
  • Grünflächenmanagement und Grünflächenkataster der Stadt Tulln
  • Stand der Österr. Baumkonvention – Änderungen in der Baumhaftung

Dazu wie immer hochkarätige Fachdiskussionen und eine Führung durch die Ausstellung.

Das österr. BaumForum2021 findet entweder im Marx Palst (1030 Wien) oder als Webinar statt.
Die Entscheidung darüber, dass definitive Programm und weitere Infos folgen Anfang September.

 

 

 

Zugversuch

Warum ist der Zugversuch eine so zuverlässige und wichtige Maßnahme zur Überprüfung der Verkehrssicherheit von Bäumen? Eine visuelle Kontrolle oder das Anbohren der Bäume (Geräteuntersuchung) hat als Ergebnis lediglich eine Schätzung. Der Zugversuch ist eine Messung und liefert dadurch viel realistischere Daten. Ein ausgewachsener Baum kann eine Blattfläche von der Größe eines Fußballfelds erreichen. Starke Stürme wirken auf diese große Angriffsfläche mit enormen Kräften ein. Um die Haftung für ein Prüfergebnis übernehmen zu können taugen diese Fakten natürlich mehr.

Zusätzlich ist es wichtig zu wissen, dass die Windlast auf einen Baum nicht proportional mit der Windstärke zunimmt. Bei Windstärke 12 ist die Windlast fast 3x so groß wie bei Windstärke 8. Beim Zugversuch wird der Baum einer bestimmten mechanischen Kraft mittels eines Seiles ausgesetzt und die Neigung gemessen, also wie sehr sich der Baum unter der Last biegt. Dabei werden Windstärken von 5 bis 6 simuliert. Das Ergebnis wird dann auf die Windstärken 8 bis 12 hochgerechnet. Die Messwerte ergeben eine Kraft-Neigungskurve, die als Gradmesser für die Haltekraft des Wurzel-Bodensystems darstellt. Je flacher die Kurve, desto standhafter der Baum.

Ein Zugversuch ist eine relevante Maßnahme, um zu testen, wie sicher Bäume stehen, wenn etwa in ihrer Umgebung Grabungen stattfanden um Parkplätze, Wege oder Baustellen zu errichten. Jede Veränderung der Umwelt kann die Standfestigkeit und damit die Sicherheit beeinflussen. Weil sich Bäume stetig verändern, sollte alle drei bis fünf Jahre mittels Zugversuch nachgemessen werden, ob sich die Haltekraft verändert hat.

Gesunde Bäume haben eine drei- bis vierfache Standfestigkeit. Auch aus diesem Grund ist es wichtig, den Zustand des Baumbestandes regelmäßig zu prüfen und nötige Maßnahmen rechtzeitig durchzuführen. Dann können sich Bäume voll entfalten und alle positiven Wirkungen, etwa als Schattenspender, Luftreiniger oder Klimaregler zeigen.

Baumkontrolle ist eine geistige Dienstleistung

Baumkontrolle kostet einen Bruchteil der Baumerhaltung, bewirkt jedoch sehr sehr viel. Es ist wie beim Gang zum praktischen Arzt oder zur praktischen Ärztin. Gute erfahrene Medizinerinnen können schnell eine fundierte Diagnose stellen und genau sagen, was zu tun ist. Ein unsicherer, unerfahrener oder nicht gut ausgebildeter Arzt muss erst teure Diagnoseverfahren wie Röntgenbilder, MR-Tests etc. anwenden und läuft dann immer noch Gefahr, dass er falsche Schlüsse zieht. Diese können zu hohen Kosten und Schäden führen, die Sie als baumverantwortliche Person sich lieber sparen möchten.

Baumkontrolle ist deshalb eine so wichtige Schlüsselstelle im Baummanagement, weil sehr viel von der individuellen Kompetenz der Baumprüfer und Baumprüferinnen abhängt. Diese müssen sich nicht nur regelmäßig zertifizieren lassen, sondern sollten auch über entsprechende Erfahrung verfügen, um Situationen richtig einschätzen zu können.

Der Schaden, der durch unkompetente Baumkontrolle entstehen kann, wird erst beim zweiten Hinsehen deutlich. Nehmen wir das Ärzte-Beispiel wieder auf und transferieren es auf das Thema Baum. Billigbaumkontrolle mag auf den ersten Blick weniger kosten, doch die Unsicherheit oder fachliche Schwäche der handelnden Personen kann langfristige Folgen haben. Der finanzielle Schaden schleicht sich ein und wird anfangs nicht immer gleich erkannt. Rechnen wir vor: Bei einem Baumbestand von ca. 4.500 Bäumen werden von erfahrenen Profis Baumpflegemaßnahmen bei 800 Bäumen empfohlen, ein durchaus üblicher Wert. Ein ebenfalls üblicher Wert bei unerfahrenen Baumkontrollorganen sind 2.500 Bäume, die für Maßnahmen vorgeschlagen werden – einfach, um aus Unsicherheit auf Nummer Sicher zu gehen. Die Maßnahmenkosten im ersten Fall betragen rund € 690.000,-, im zweiten Fall bereits € 2.2 Millionen! Der Kostenunterschied ist also enorm und verdeutlicht sich erst bei genauerer Beleuchtung.

Die Qualität der baumprüfenden Personen sollte also als wesentliches Kriterium bei der Wahl des Anbieters gelten, da der Unterschied in den Folgekosten gewaltig sein kann.
Die Baumprüfer der Arbeitsgruppe Baum verfügen über sämtliche notwendige Zertifizierungen und über jahrelange Erfahrung. Nicht umsonst freuen wir uns heuer, im Jahre 2021, unser 30-jähriges Bestehen feiern zu dürfen.

Baummonitoring

Es gibt mehr als einen guten Grund für langfristige Baumbeobachtungsverträge. Der wohl wichtigste ist die Aussetzung der Haftung des Baumprüfers bei sicherheits- und baumrelevanten Ereignissen. Laut Baumpflegenorm L 1122 sind Kontrollen nach entsprechenden Stürmen, extremen Witterungsereignissen oder Schadensfällen nicht im Umfang einer Regelkontrolle enthalten. Wollen Sie beim so wichtigen Thema Haftung also auf Nummer Sicher gehen, dann ist das AGB Baummonitoring die Betreuungsart Ihrer Wahl.

Bäume gewährleisten keine absolute statische Zuverlässigkeit, da sie sich, wie jedes andere Lebewesen auch, verändern. Mit Menschen und Tieren geht man ja ebenfalls regelmäßig zum Arzt zur Kontrolle. Ziel ist es immer, einen Baum möglichst alt und gesund werden zu lassen. Denn „gute, reife“ Bäume können sich voll entfalten, bringen den maximalen Nutzen und brauchen, im Vergleich zu Jungbäumen, viel weniger kostspielige Maßnahmen. Sie sind also wesentlich günstiger.

Die übliche Baumkontrolle zur Verkehrssicherheit ist bei langfristigen Verträgen bereits inkludiert – und das jedes Jahr. Beim AGB Baummonitoring werden darüber hinaus bei jedem relevanten Ereignis zusätzliche Prüfungen, wie Sturmrunden, durchgeführt. Nur so bleibt die Sicherheit bestehen und es kommt zu keinen haftungsfreien Zeiträumen, in denen Sie ein Risiko tragen. Unsere Baumprüfer nehmen sich ausführlich für Ihren Baumbestand Zeit, weil sie nicht im Akkord arbeiten müssen, Problembäume werden in einer Fotodatenbank dokumentiert, Baumpflegemaßnahmen von uns abgenommen und wir führen eine ausführliche statische Auswertung (Baumarten, Baumalter, Vitalität etc.).

Bäume sind überhaupt kein Grund zur Sorge, wenn sie einer nachhaltigen Begutachtung und Pflege unterzogen werden. Ganz im Gegenteil: je älter ein Baum wird, umso weniger muss man sich um ihn kümmern. Gesunde alte Bäume sind also das, worauf wir alle abzielen. Das AGB Baummonitoring ist der wirksame und bedenkenlose Weg dorthin, der Ihnen hilft, nachhaltig Geld und Nerven zu sparen.